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Sun Dried Bancha Tamba Bio

Super Premium 96 P.

ID
0537-bio
Eine besonders edle Bancha-Spezialität von einer kleinen Familienfarm aus dem japanischen Tamba. Von Hand geerntete Blätter, langsam an der Sonne getrocknet und danach bewusst ungeröstet belassen. Das Ergebnis ist ein Bancha von seltener Milde, pflanzlich und kräuterig im Duft, mineralisch und erfrischend in der Tasse und selbst mit kochendem Wasser frei von Bitterkeit. 50 g
 
Charakter Kräuterig, mineralisch, Nori, frische Säure, ohne Bitterkeit
Teefarm Familienfarm in dritter Generation in Tamba, seit 1988 ohne Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger
Terroir Kasugachō Nakayama, Tamba (Hyōgo), Japan
Ernte 1. bis 3. Ernte 2026
Cultivar Yabukita und Tamba-Zairai (samenvermehrte Landsorte)
Höhenlage 200-300m ü.d.M., steile Berglagen
Verarbeitung Sonnentrocknung (Tenpi-boshi), Ruhezeit, ohne Röstung
Anbau Bio-zertifiziert seit 2019, pestizid- und kunstdüngerfrei bereits seit 1988
Labortests Radioaktivität und Pflanzenschutzmittel
Qualität 96/100 P. (Kategorie Bancha-Raritäten); Super Premium
14,90 €
50g

Lieferung : 1-2 Werktage

inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
0537-bio
298,00 € / 1kg
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Sun Dried Bancha Tamba Bio

Teefarm

Unsere Teefarm in Tamba wurde 1945 gegründet und war dabei von Beginn ein Doppelbetrieb aus Teeherstellung und Köhlerei. Diese Verbindung prägt bis heute das Selbstverständnis der Familie. Den entscheidenden Schritt ging der Betriebsleiter in dritter Generation im Jahr 1988: Er wollte einen Tee herstellen, den er seinem eigenen, damals noch sehr kleinen Kind bedenkenlos geben konnte, und stellte den gesamten Anbau auf den vollständigen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger um. Was als private Gewissensfrage begann, ist heute das Fundament der Farm, seit 2019 auch offiziell bio-zertifiziert.

Die Besonderheit der Farm liegt in der Verzahnung von Waldwirtschaft und Teebau. Im Winter geht die Familie in die Berge, schlägt Kunugi-Eiche und brennt daraus Holzkohle für die eigene Teezeremonie. Der beim Abkühlen des Rauchs gewonnene Holzessig, eine natürliche Flüssigkeit aus über zweihundert organischen Bestandteilen, wird verdünnt auf die Teefelder gebracht, wo er keimhemmend und insektenabweisend wirkt und zugleich den Boden pflegt. Kohlenstaub dient als Bodenverbesserer, gedüngt wird ausschließlich mit Rapsölkuchen, Reiskleie und fermentierten organischen Bestandteilen.

Seit 2023 steht die vierte Generation mit im Feld und in der Teefabrik. Der Sohn gab seinen vorherigen Beruf auf, um den Familienbetrieb zu übernehmen. Aushängeschild der Farm ist ihr sonnengetrockneter Bancha, der in Japan von Kindergärten ebenso geschätzt wird wie von Restaurants der Spitzengastronomie.

Sun Dried Bancha Tamba Bio

Aroma & Charakter

Verkostung

In der vorgewärmten Kanne entfaltet sich ein Duft von bemerkenswerter Unmittelbarkeit, pflanzlich und kräuterig, als stünde man direkt vor dem Teestrauch. Das nasse Blatt bestätigt diesen Eindruck und fügt ihm eine herbe Tiefe hinzu, die an einen Kräutersud und an nasse Kieselsteine nach einem Regenschauer erinnert. Der Aufguss überrascht mit einem hellen Grün, wie man es bei einem Bancha kaum je zu sehen bekommt. Im Geschmack zeigt sich der Tee ausgesprochen mild und durchweg pflanzlich, getragen von einer feinen, erfrischenden Säure und einer sandig-mineralischen Struktur, die an Sandstein denken lässt, dazu eine zarte Note von Nori im Hintergrund. Am meisten beeindruckt, wie viel dieser Tee verzeiht: Selbst mit kochendem Wasser übergossen wird er nicht bitter, sondern lediglich intensiver und tiefer. Ein unverfälschter, gemütlicher Tee ohne Kanten, deutlich abgerundeter und eleganter als ein gewöhnlicher Bancha, zum Vieltrinken ebenso geeignet wie als wärmender und durstlöschender Begleiter durch den Winter.

Blatt

Große, grobe und robuste Blätter in Olivgrün mit öligem Glanz und vereinzelten Stängeln

Tasse

Milchig hellgrüner Aufguss

Sun Dried Bancha Tamba Bio

Bancha

Bancha ist ein zentraler Pfeiler der japanischen Grünteetradition und besteht klassischerweise aus den gröberen Blättern späterer Ernten, wobei Premium Banchas aus Blättern der frühen Zwischenernte (Meban) hergestellt werden. Der Tee ist sehr mild, basisch-mineralisch, ein wichtiger Tee der Makrobiotik und auch ideal zum Genuss am Abend geeignet.

Yoshien Labortests

Labortests

Wir selektieren weltweit die für ihr Terroir renommiertesten Bio-Teefarmen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Tees bio-zertifiziert oder stammen aus pestizidfreiem Anbau, und werden immer direkt bezogen. Jeder unserer Tees wird für jede Ernte von uns im unabhängigen deutschen akkreditierten Labor auf Pestizide getestet. Ebenfalls werden sämtliche Teilregionen Japans, von welchen wir unsere Tees beziehen, bei jeder Ernte auf radioaktive Belastung untersucht. Alle weiteren relevanten Schadstoffgruppen werden ebenfalls gemäß unserem detaillierten HACCP-Risikoprofil systematisch geprüft.

Yoshien

Yoshi En

World's Finest Organic Teas

Die edelsten und bedeutsamsten Tees ausschließlich direkt bezogen von Top Single Estates in den jeweils besten Lagen und Terroirs - alles unter der Prämisse eines natürlichen, Umwelt und Mensch schonenden Anbaus. Aus diesem Grund führen wir mit wenigen Ausnahmen nur Bio-zertifizierte Tees bzw. Tees aus pestizidfreiem Anbau. Mit dieser Maxime als Leitmotiv und einem engagierten, internationalen Team von Teeexperten verschreibt sich Yoshi en der Mission, die jahrhundertealte Kultur des Tees zu pflegen und ein qualitativ bestmögliches Abbild der Tee-Landschaft weltweit und des gehobenen Teezubehörs zu zeichnen. About Yoshi en.

Anbau & Verarbeitung

Besonderheit in Lage, Anbau und Verarbeitung

Das Terroir

Tamba im Norden der Präfektur Hyōgo ist ein von Bergketten umschlossenes Becken, und genau diese Lage bestimmt alles, was dort wächst. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind ausgeprägt, und aus ihnen steigt am Morgen ein dichter Nebel auf, den die Region unter eigenem Namen kennt: Tamba-giri, der Nebel von Tamba. Selbst in trockenen Perioden versorgt er die Pflanzen mit Feuchtigkeit und gilt als einer der Gründe, weshalb aus dieser Gegend so viele Spezialitäten stammen, von der schwarzen Tamba-Sojabohne über die Dainagon-Azukibohne bis zur Tamba-Kastanie.

Weniger bekannt, historisch aber ebenso gewichtig ist die Rolle Tambas in der japanischen Teegeschichte. Im Shoku Nihon Kōki findet sich für das Jahr 815 der Vermerk, dass die Provinzen Kinai, Ōmi, Tamba und Harima jährlich Tee an den kaiserlichen Hof zu liefern hatten. Tamba gehört damit zu den ältesten Teeregionen Japans überhaupt und liegt zugleich völlig abseits der heutigen Produktionszentren wie Uji, Shizuoka oder Kagoshima.

Die Teefelder liegen auf 200 bis 300 Metern in steiler Hanglage. Neben dem modernen Yabukita-Cultivar stehen dort Zairai-Büsche, also samenvermehrte Pflanzen der alten Tamba-Landsorte. Sie sind deutlich ertragsschwächer, wurzeln dafür aber tief und nehmen entsprechend mehr Mineralien aus dem Boden auf.

Ernte und Herstellung

Die Blätter stammen aus der ersten bis dritten Pflückung und damit überwiegend aus den späteren Ernten des Jahres, in denen sie größer, robuster und gehaltvoller sind. Nach der Ernte werden sie nicht maschinell getrocknet, sondern an der Sonne, ein Verfahren, das im Japanischen Tenpi-boshi heißt. Die Trocknung verläuft langsam und schonend und prägt den weichen, kantenlosen Charakter, der diesen Tee auszeichnet.

Anschließend ruhen die Blätter und bleiben danach bewusst unberührt. Es folgt weder eine Röstung noch ein weiterer Verarbeitungsschritt. So bewahrt der Tee den unmittelbaren, pflanzlichen Duft des frischen Blattes und jene mineralische Klarheit, die ihm die steilen Berglagen mitgeben. Die sanfte Trocknung trägt auch dazu bei, dass dieser Bancha so viel verzeiht und selbst mit kochendem Wasser nicht bitter wird. Der Teebauer selbst empfiehlt sogar, ihn mit kochendem Wasser aufzugießen.

Denselben Tee führen wir auch in gerösteter Form als Sun Dried Hojicha Tamba. Dort verwandelt die langsame Röstung im Eisenkessel das Blatt in eine brotig-malzige, vanillesüße Tasse. Derselbe Ursprung, dieselbe Sonne, getrennt allein durch das Feuer.

Dieser Tee stammt zu 100% von der o.g. Teefarm in Tamba, Direktbezug vom Teefarmer.

Zubereitung

Zubereitung

3 gut geh. TL (6 g), 80°C, 200 ml, 1-2 Min. Ziehzeit

Bei 80°C zeigt sich dieser Bancha von seiner süßesten und mildesten Seite. Wer mehr Tiefe sucht, kann ihn ohne Weiteres auch mit kochendem Wasser aufgießen, wie es der Teebauer selbst empfiehlt. Der Tee wird dabei nicht bitter, sondern lediglich intensiver und mineralischer. Mindestens drei Aufgüsse sind problemlos möglich.

Verpackung

Verpackt in einen besonders hochwertigen, luftdichten Aromaschutz-Beutel mit Zipper und Standboden. Durch eine 9-fache Beschichtung wird eine äußerst hohe Barrieresicherheit zum maximalen Schutz vor Schadstoffeinflüssen erreicht. Beim Schließen des Beutels sollte so viel Luft wie möglich herausgedrückt werden, um den Tee geschützt aufzubewahren.

Empfohlene Teekanne

Aufgrund der groben, intakten Blätter empfiehlt sich eine Teekanne mit großzügigem Innenraum, beispielsweise eine klassische Tokoname Kyusu. Ebenso passend ist eine gusseiserne Tetsubin, die die Wärme lange speichert und so auch die späteren Aufgüsse gleichmäßig gelingen lässt.

Empfohlene Teedose

Ideal ist eine hochwertige Teedose aus Kirschbaumrinde (Vollholz, Kabazaiku Chazutsu) sowie eine edle, handgefertigte Kaikado Metalldose, um den Tee besonders lange frisch zu halten. Als günstigere Alternative empfiehlt sich eine von innen beschichtete, luftdichte Teedose.

Unsere Empfehlungen

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