Shiboridashi Tokoname
Mogake

Jin Tanikawa

ID
0574
Klassische japanische Shiboridashi-Teekanne mit charakteristischem Mogake-Seetangdekor, handgefertigt vom „Meister des Feuers“ Jin Tanikawa. Geprägt von der jahrhundertealten Töpfertradition Tokonames, eignet sich diese kleine Teekanne ideal für die Zubereitung von hochwertigen japanischen Grüntees.
 
Produkt Shiboridashi Teekanne
Farbe Grau, bronze Mogake
Künstler Jin Tanikawa
Tradition Tokoname-yaki
Herkunft Tokoname, Aichi, Japan
Volumen 50 ml
Maße Ø10 x H4 cm
Material Keramik
Markierungen Künstlersignatur auf Unterseite
Verpackung Kartonbox

 
Jedes Stück ist handgefertigt und einzigartig, daher können Farbe, Volumen und Maße leicht variieren

69,90 €

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ID
0574
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Shiboridashi Jin Tanikawa Mogake

Jin Tanikawa 谷川仁

Geboren 1952 im traditionsreichen Töpferort Tokoname, ist Jin Tanikawa heute vor allem für seine meisterhafte Beherrschung der Dekorationstechniken Mogake (藻掛 – Seetangwickel) und Hidasuki (緋襷 – scharlachrote Schnur) bekannt. Bei der Mogake-Technik wird die geformte Keramik mit getrocknetem Amamo-Seegras umwickelt und hinterlässt nach dem Brand filigrane, einzigartige Muster auf der Oberfläche. Bei der Hidasuki-Technik kommt anstelle des Seegrases Reisstroh zum Einsatz, das der Keramik ihre charakteristischen, feuerroten Linien und lebendigen Strukturen verleiht. Beide Techniken zeugen eindrucksvoll von seinem sensiblen Umgang mit dem Feuer und dem bewussten Spiel mit dem Zufall, durch das jedes Werk zu einem unverwechselbaren Unikat wird. Als Praktizierender der traditionellen Senchadō (煎茶道 – Sencha-Teezeremonie) verbindet Jin Tanikawa in seinen Keramiken minimalistische Ästhetik mit vollendeter Funktionalität.

Shiboridashi Jin Tanikawa Mogake

Shiboridashi 絞り出し

Eine Shiboridashi ist ein handtellergroßes, zumeist flaches Gefäß ohne Griff zum Brühen von Tee, in der Regel ohne Sieb am Ausguss. Shiboridashi werden für Tees wie Gyokuro, Kabusecha und hochwertige Senchas verwendet, die bei niedrigeren Temperaturen ziehen, weshalb die Oberfläche nicht zu heiß zum Halten und Gießen wird. Der Name Shiboridashi bedeutet übersetzt "auspressen", eine Anspielung darauf, wie der Teeaufguss durch den kleinen Spalt "gepresst" wird, um auch den letzten Tropfen aus den hochwertigen Blättern zu extrahieren.

Shiboridashi Jin Tanikawa Mogake

Tokoname-Yaki 常滑焼

In der Stadt Tokoname, Präfektur Aichi, wird bereits seit dem 12. Jahrhundert Töpferware hergestellt, die zudem auch seit 1976 als "Traditionshandwerk Japans" offiziell geschützt ist. Tokoname war der Standort des größten und ältesten der legendären Sechs Alten Brennöfen Japans (Rokkoyō 六古窯) und ist berühmt für seinen eisenhaltigen Shudei-Ton, der sich nach dem Brennen rot färbt. Beim zweiten Brennen im Reduktionsofen färbt sich der rote Shudei schwarz - die andere charakteristische Farbe der Tokoname-Yaki. Traditionelle Tokoname-Kyusu-Teekannen sind auf der Innenseite unglasiert, so dass die Tannine im Tee mit dem Eisen im Tonkörper reagieren können. Dies kann sich mildernd auf die Adstringenz des Tees auswirken und dabei die Süße des grünen Tees betonen. Ein weiteres Hauptmerkmal dieser Kyusus sind die perfekt passenden Deckel, die nach dem Brennen in einer als Suriawase bekannten Technik in den Tonkörper eingeschliffen werden.

Pflege und Reinigung

Nur mit warmem Wasser reinigen. Kein Spülmittel verwenden und nicht in die Spülmaschine geben. Nach dem Abwaschen die Teekanne mit abgenommenem Deckel an der Luft trocknen lassen.

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