Kyusu Tokoname
Honshudei

Jin Tanikawa

ID
0573
Zeitlose japanische Kyūsu-Teekanne in bauchiger Form, handgefertigt in Tokoname vom „Meister des Feuers“ Jin Tanikawa aus traditionellem, unglasiertem rotem Honshudei-Ton. Mit integriertem Keramiksieb und charakteristischem Seitengriff – ideal für die Zubereitung hochwertiger japanischer Grüntees.
 
Produkt Kyūsu Teekanne
Farbe Terrakotta
Künstler Jin Tanikawa
Herkunft Tokoname, Aichi, Japan
Volumen 150 ml
Maße Ø8,2 x H5,5 cm
Material Unglasierter roter Ton (Hon-Shudei)
Sieb Integrierter Keramik-Kugelfilter
Markierungen Künstlersignatur unter Griff
Verpackung Kartonbox

 
Jedes Stück ist handgefertigt und einzigartig, daher können Farbe, Volumen und Maße leicht variieren

179,90 €

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ID
0573
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Kyusu Jin Tanikawa Honshudei

Jin Tanikawa 谷川仁

Geboren 1952 im traditionsreichen Töpferort Tokoname, ist Jin Tanikawa heute vor allem für seine meisterhafte Beherrschung der Dekorationstechniken Mogake (藻掛 – Seetangwickel) und Hidasuki (緋襷 – scharlachrote Schnur) bekannt. Bei der Mogake-Technik wird die geformte Keramik mit getrocknetem Amamo-Seegras umwickelt und hinterlässt nach dem Brand filigrane, einzigartige Muster auf der Oberfläche. Bei der Hidasuki-Technik kommt anstelle des Seegrases Reisstroh zum Einsatz, das der Keramik ihre charakteristischen, feuerroten Linien und lebendigen Strukturen verleiht. Beide Techniken zeugen eindrucksvoll von seinem sensiblen Umgang mit dem Feuer und dem bewussten Spiel mit dem Zufall, durch das jedes Werk zu einem unverwechselbaren Unikat wird. Als Praktizierender der traditionellen Senchadō (煎茶道 – Sencha-Teezeremonie) verbindet Jin Tanikawa in seinen Keramiken minimalistische Ästhetik mit vollendeter Funktionalität.

Kyusu Jin Tanikawa Honshudei

Kyūsu 急須

Die traditionelle japanische Teekanne, die Kyūsu, ist gewöhnlich aus Keramik gefertigt und verfügt über einen seitlichen Henkel, der im 90°-Winkel zur Tülle angebracht ist, um das Ausgießen zu erleichtern - mitunter befindet sich der Henkel aber auch über der Kanne oder auf der Rückseite. Kyūsu sind perfekt für die Zubereitung von grünem Tee und sind tendenziell eher klein gearbeitet, um die Ziehzeit des Tees besser unter Kontrolle halten zu können. Die Größe, Form und Art des Tons, aus dem die Kyūsu hergestellt ist, ist am Ende entscheidend dafür, welche Art von Tee am besten darin zubereitet werden kann. Es gibt viele verschiedene regionale Stilrichtungen von Kyūsus sowie ausgewiesene Meisterstücke, die unter Sammlern sehr geschätzt sind.

Kyusu Jin Tanikawa Honshudei

Tokoname-Yaki 常滑焼

In der Stadt Tokoname, Präfektur Aichi, wird bereits seit dem 12. Jahrhundert Töpferware hergestellt, die zudem auch seit 1976 als "Traditionshandwerk Japans" offiziell geschützt ist. Tokoname war der Standort des größten und ältesten der legendären Sechs Alten Brennöfen Japans (Rokkoyō 六古窯) und ist berühmt für seinen eisenhaltigen Shudei-Ton, der sich nach dem Brennen rot färbt. Beim zweiten Brennen im Reduktionsofen färbt sich der rote Shudei schwarz - die andere charakteristische Farbe der Tokoname-Yaki. Traditionelle Tokoname-Kyusu-Teekannen sind auf der Innenseite unglasiert, so dass die Tannine im Tee mit dem Eisen im Tonkörper reagieren können. Dies kann sich mildernd auf die Adstringenz des Tees auswirken und dabei die Süße des grünen Tees betonen. Ein weiteres Hauptmerkmal dieser Kyusus sind die perfekt passenden Deckel, die nach dem Brennen in einer als Suriawase bekannten Technik in den Tonkörper eingeschliffen werden.

Pflege und Reinigung

Nur mit warmem Wasser reinigen. Kein Spülmittel verwenden und nicht in die Spülmaschine geben. Nach dem Abwaschen die Teekanne mit abgenommenem Deckel an der Luft trocknen lassen. Sollten sich Teeblätter im Filter festsetzen, können diese vorsichtig mit einer weichen Bürste, beispielsweise einer Zahnbürste, entfernt werden.

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