Kamairicha Gokase Kiyoka P.Free

Super Premium 97 P.

ID
0479
Eine bemerkenswert elegante Balance aus charaktervollen Röstaromen und einer tiefgründigen Grüntee-Basis mit warmem Umami. Stammt von einem der führenden Farmer der für Kamairicha renommierten Region Gokase.
 
Charakter Kräftige Röstnoten mit warmem Umami, Nuancen von geröstetem Laugengebäck und Röstgemüse, edelherbe Anklänge von Zartbitterschokolade, feine fruchtige Süße mit zarter Ananas-Note, vollmundige Grünteebasis
Teefarm Mehrfach ausgezeichnete Teefarm aus Gokase, Miyazaki mit Spezialisierung auf Kamairicha
Terroir Gokase (Reg.), Miyazaki (Präf.), Japan
Ernte 1. Ernte (Ichibancha), Anfang Mai, 2025
Cultivar Yabukita
Höhenlage 620m ü.d.M.
Anbau Anbau ohne chemische Pflanzenschutzmittel
Labortests Radioaktivität (Jährlicher Test der Region) und Pflanzenschutzmittel
Qualität 97/100 P. (Kategorie Kamairicha); Super Premium
23,90 €
80g

Lieferung : 1-3 Werktage

inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
0479
298,75 € / 1kg
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Kamairi Gokase Kiyoka Pest.Free

Aroma & Charakter

Verkostung

Mit ausgewogener Balance und dennoch beeindruckender Fülle präsentiert sich dieser Kamairicha als gelungener Vertreter seiner Art. Seine charakteristischen Röstaromen erinnern an kräftig Angebratenes aus der Pfanne und an geröstetes Laugengebäck. Das intensive, warme Umami fügt sich harmonisch in die Gesamtkomposition ein, wirkt nie aufdringlich und unterstützt die Röstgemüse-Nuancen sowie die warme Basis des Tees mit feiner Eleganz. Vor allem das Mundgefühl zeugt von hoher Qualität: Zunächst zeigt sich der Tee vollmundig und aromatisch, öffnet sich dann jedoch klar, leicht und erfrischend – ein spannender Kontrast, der seine hervorragende Balance unterstreicht. Abschließend legt sich ein edelherb-astringierendes Gefühl über die Zunge, das an die angenehme Bitterkeit hochwertiger Zartbitterschokolade erinnert. Im Nachhall bleibt lange ein feiner Hauch fruchtiger Süße zurück, der an Traubenzucker mit zarter Ananas-Note denken lässt.

Blatt

fein gerollt in typischer Kamairicha-Lockenform

Tasse

klarer hellgrüner Aufguss

Kamairi Gokase Kiyoka Pest.Free

Kamairicha

Bei Kamairicha (jap. Kama 釜: Pfanne / Kessel) handelt es sich um schonend pfannen- oder ofengeröstete Grüntees und damit eine besondere Seltenheit, da sich japanischer Grüntee, wie z. B. Sencha, sonst durch seine Dämpfung auszeichnet. Im Vergleich zu Senchas sind diese Tees daher zurückhaltender, weniger "grasig", weniger bitter und adstringent, zugleich süßer und nussig, mit längerem Nachgeschmack. Ein weiteres besonderes Merkmal sind auch die gewellten Nadeln (Kamaguri) und die leuchtend grüne Tassenfarbe.

Yoshien Labortests

Labortests

Wir selektieren weltweit die für ihr Terroir rennommiertesten Bio-Teefarmen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Tees bio-zertifiziert oder stammen aus pestizidfreiem Anbau und werden immer direkt bezogen. Jeder unserer Tees wird für jede Ernte von uns im unabhängigen deutschen akkreditierten Labor auf Pestizide getestet. Ebenfalls werden sämtliche Teilregionen Japans, von welchen wir unsere Tees beziehen, bei jeder Ernte auf radioaktive Belastung untersucht. Alle weiteren relevanten Schadstoffgruppen werden ebenfalls gemäß unserem detaillierten HACCP-Risikoprofil systematisch geprüft.

Yoshien

Yoshi En

World's Finest Organic Teas

Die edelsten und bedeutsamsten Tees ausschließlich direkt bezogen von Top Single Estates in den jeweils besten Lagen und Terroirs - alles unter der Prämisse eines natürlichen, Umwelt und Mensch schonenden Anbaus. Aus diesem Grund führen wir mit wenigen Ausnahmen nur Bio-zertifizierte Tees bzw. Tees aus pestizidfreiem Anbau. Mit dieser Maxime als Leitmotiv und einem engagierten, internationalem Team von Teeexperten, verschreibt sich Yoshi En der Mission, die jahrhundertealte Kultur des Tee zu pflegen und ein qualitativ bestmögliches Abbild der Tee-Landschaft weltweit und des gehobenen Teezubehörs zu zeichnen. About Yoshi En.

Anbau & Verarbeitung

Gokase 五ヶ瀬

Gokase liegt in relativ großer Höhe (>500m) im nördlichen, bergigen Miyazaki. Obwohl es sich noch in der tropischen Klimazone befindet (im Sommer bis zu 33°C), herrschen hier sehr niedrige Nacht- und Wintertemperaturen (teils -10°C). Im Winter kommt es durchaus zu Schneefall und Frost kann auftreten von Anfang Oktober bis Ende April.

Kamairi

Diese Grünteesorte wird als Kamairicha (jap.: 釜炒り茶) verarbeitet (kama 釜 "kiln", iri 炒り "roast", cha 茶 "tea"), der in ganz ähnlicher Weise wie die meisten chinesischen Grüntees hergestellt wird. Die Oxidation wird durch eine Ofenbefeuerung (in China meist Pfannenröstung) gestoppt. Kamairicha gilt in Japan als Rarität und nur wenige Teefarmer haben sich auf diese besondere Sorte spezialisiert.

Ofen-/Pfannenfeuerung

Es existieren viele unterschiedliche Kamairi-Techniken. Historisch wurden die Kamairis auf einer mit hochwertigem Holz für gleichmäßige, langanhaltende Hitze befeuerten Pfanne bei unterschiedlicher Temperatur von Hand bewegt bzw. gerollt und gefeuert. In Miyazaki und Kumamoto (Aoyanagi-Technik) geschah dies hauptsächlich auf einer flachen Pfanne (Hiragama), auf der auch andere Erzeugnisse geröstet wurden. In Ureshino hingegen wurde der Tee typischwerweise in einer speziellen, etwa 45° geneigten Pfanne gefeuert. Heutzutage sind in Japan hauptsächlich Metallöfen mit Gas- oder elektrischer Befeuerung anzutreffen. Meist wird der Tee in verschiedenen Stufen zunächst relativ kurz bei etwa 300-400°C und anschließend bei ungefähr 100°C befeuert.

Kamairicha und Keramik: eine gemeinsame Herkunft aus China

Die Kamairicha-Technik gelangte ursprünglich mit der Keramiktechnik (Brennöfen) aus China nach Japan. Nach Ureshino brachte dies der Töpfer Hong Lin Min (紅令民) aus China im Jahre 1504. Nach Yame gelangte Kamairi sowie Teesamen aus China bereits im Jahre 1406 zum Reigan Tempel durch den japanischen Mönch Eirin Shyuzui. Seit dieser Zeit ist Kamairicha traditionell in Kyushu verankert. Teefarmen im nördlichen Hochland von Miyazaki sowie in Ureshino geniessen einen Ruf als Japans beste Kamairi-Farmer.

Kamairicha

Der Tee erhält durch die Ofenbefeuerung im Gegensatz zu gedämpften Grüntees ein spezielles, nussiges Aroma mit geringerer Bitterkeit, geringerer Adstringenz, weniger Chlorophyll und Grasgeschmack und süßerem, langem Nachgeschmack. Dieses wird Kamaka (jap.: 釜香) gerufen für Kama (釜, Pfanne / Kessel) und Ka (香, Aroma). Zugleich passt der Kamairicha exzellent zu reichhaltigem und salzigem Essen, wie es insbesondere in Kyushu beliebt ist.

Zubereitung

Zubereitung

3 gut geh. TL, 60°C, 100-300ml, 2 Min. Geeignet für mehrere Aufgüsse.

Alternativ empfehlen wir die klassische Zubereitung von Kamairicha mit 80-90°C bei maximal 30 Sekunden Ziehzeit. So entsteht ein heißer, aber dennoch klarer Aufguss mit angenehm leichten Aroma und kaum Bitterkeit. Es sind mehrere Folgeaufgüsse bei gleicher Wassertemperatur mit einer Ziehzeit von ca. 10 Sekunden möglich.

Verpackung

Verpackt in einen besonders hochwertigen, luftdichten Aromaschutz-Beutel mit Zipper und Standboden. Durch eine 9-fache Beschichtung wird eine äußerst hohe Barrieresicherheit zum maximalen Schutz vor Schadstoffeinflüssen erreicht. Zudem wird jeder Beutel nach den besten Verpackungsstandards in Japan vakuumiert und etwas Stickstoff hinzugegeben, damit der Tee bestmöglichst vor Oxidation geschützt ist.

Empfohlene Teekanne

Dieser pfannengefeuerte Kamairicha kommt am besten in einer schwarzen Tokoname Kyusu mit feinem Keramiksieb zur Geltung. Alternativ ist auch eine Kyusu aus hochwertigem Porzellan geeignet (neutraler im Geschmack).

Empfohlene Teedose

Ideal ist eine hochwertige Teedose aus Kirschbaumrinde (Vollholz, Kabazaiku Chazutsu), alternativ eine günstigere, innen beschichtete, luftdichte Teedose.

Unsere Empfehlungen

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