Sheng Pu Erh
Najiao 2021 Pest.Free

Super Premium 97 P.

ID
6039-config
Kraftvoller und bitter-süßer Gushu (Altbaum) Sheng Pu Erh mit zarten fruchtigen Nuancen. Seit 2021 als traditioneller Teekuchen gereift. Von einer familiengeführten Farm in den Bergen Lincangs nahe Mengku im westlichen Yunnan. Rein natürlicher Anbau zum Schutz und Erhalt der alten Bäume. Geeignet für den sofortigen Genuss oder weitere Reifung. Erhältlich als ganzer 357g Cake oder 25g Teilstück.
  • junger Lincang Sheng Pu Erh mit "punchy" Charakter
  • Gushu Blattmaterial von 200-300 Jahre alten Teebäumen
  • traditionell von Hand mit gewichtigen Steinen gepresst
  • Abgelegener Teegarten in den Bergen Lincangs auf 1700m Höhe.
  • Aus natürlichem Anbau ohne Einsatz chem. Pflanzenschutzmittel
  • Äußerst ergiebig: Mehr als 10 Aufgüsse möglich bei starker Dosierung und kurzen Ziehzeiten
Charakter kraftvoll, wild, reifes Obst, bittersüß, abgerundet
Teefarm familiengeführte Farm in Lincang mit großem Altbaumbestand
Terroir Najiao, Lincang (Reg.), Yunnan (Prov.), China
Ernte Frühlingsernte 2021, März/April
Cultivar Yunnan Da Ye Zhong (Großblatt). Alter der Teebäume: ca. 200-300 Jahre (Gushu)
Höhenlage 1.700 - 1.900m ü.d.M.
Verarbeitung Kurze Indoor Welkphase, dann Stopp der Oxidation durch Röstung des Tees im Wok über handgeschürtem Holzfeuer (Kill Green), Rollen, Sonnentrocknung, Auslese der besten Blätter, Dämpfen der Blätter, in Form pressen der feuchten Blätter, Lufttrocknung
Anbau Zum Schutz der alten Bäume kein Einsatz von chem. Pflanzenschutzmitteln oder synthetischen Düngern
Qualität 97/100 P. (Kategorie Pu Erh); Super Premium
23,90 €

Lieferung : 1-3 Werktage

inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
6039-config
956,00 € / 1kg

Teefarm

Das Teedorf Najiao befindet sich im tiefen Westen Yunnans in der Region Lincang, wenige km trennen es von der Grenze zu Myanmar. Die gesamte Region ist äußerst bergig, das Dorf selbst liegt auf einer Höhe von bis 1900m über dem Meeresspiegel. In Sichtweite befindet sich der majestätische Xue Shan (Schneeberg) der sogar ganze 3000m Höhe misst. Es herrscht ein allgemein subtropisches Monsunklima vor, was sich auf den Hochebenen mit sehr großen Temperaturschwankungen bemerkbar macht zur Erntezeit im Frühling (sehr heiße Tage und kühle Nächte).

Die Tee Bäume befinden sich unweit des kleinen Dorfkerns Najiaos und werden schon seit Jahrzehnten von den einheimischen Teebauern betreut, gepflegt und beerntet.

Aroma & Charakter

Verkostung

Sheng Pu Erh aus der westlichen Lincang Region Yunnans gelten allgemein als zugänglich und mild im Geschmack, sie sind weniger kräftig und "punchy" im Geschmack wie Pu Erh aus der bekannten Südregion Xishuangbanna.

Für einen Lincang Sheng weist dieser Pu Erh ein verhältnismäßiges robustes Bouquet auf, ergänzt durch Noten von frisch ausgereiftem, jungem Obst, Pfirsich und Mango kommen einem dabei in den Sinn. Das Aroma des Tees ist einnehmend, verführerisch und intensiv. Der sehr abwechslungsreiche Geschmack ist wunderschön eingebettet in einer tragenden, sehr abrundenden süßen Bitterkeit.

Blatt

Die Blätter werden zum Ende der Herstellung hin noch einmal kurz gedämpft und danach althergebracht in unterschiedliche Formen (u.a. Scheibe, Ziegel, Pilz) wieder zusammengepresst. Dieses Vorgehen hatte früher meist praktische, logistische Gründe. Heutzutage weiß man, dass das Pressen des Tees in Formen auch zu einer besseren, gleichmäßigen Fermentation (sprich Reifung) des Tees führt.

PU ERH TEE

Bei Pu Erh Tee handelt es sich um sogenannte post-fermentierte Tees, deren Blätter ähnlich grünem Tee zuerst gewelkt, geröstet und dann gerollt werden. Charakteristisch für Pu Erh ist dabei ein verhältnismäßig leichtes, niedrig temperiertes Erhitzen und eine langsame, schonende Trocknung der Blätter unter freiem Himmel. Es folgt die für Pu Erh zentrale Phase der Fermentation für welche der Tee zu engen Kuchen gepresst wird. Hierbei werden in der Natur natürlich vorhandene Bakterienkulturen zwischen den Blättern eingeschlossen und bewirken im Laufe von Monaten bis hin zu Jahrzehnten eine aromatische Entwicklung des Tees. Dies ist nicht zu Verwechseln mit der auf Oxidation beruhenden Herstellung von schwarzem oder Oolong-Tee, bei der die Enzyme der Teepflanze eine zentrale Rolle spielen. Bei der Fermentation oder Reifung wird insbesondere unterschieden zwischen mehrere Jahre und oftmals Jahrzehnte gelagerten und natürlich gereiften Sheng Pu Erhs und in speziellen Verarbeitungsschritten schnell gereiften (Shou) Pu Erhs. Authentische Pu Erhs werden ausschließlich von Blättern und Knospen der in der chinesischen Provinz Yunnan heimischen und oftmals wild wachsenden Teebäume hergestellt. Besonders gereifte Vintage Pu Erhs aus speziellen Anbaugebieten bzw. bestimmten Jahrgängen können enorm hohe Verkaufspreise erzielen und sind selbst auf dem chinesischen Markt nicht ohne Weiteres erhältlich.

Labortests

Wir selektieren weltweit die für ihr Terroir renommiertesten Bio-Tee Farmen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Tees bio-zertifiziert oder stammen aus pestizidfreiem Anbau und werden immer direkt bezogen. Jeder unserer Tees wird für jede Ernte von uns im unabhängigen deutschen akkreditierten Labor auf Pestizide getestet. Alle weiteren relevanten Schadstoffgruppen werden ebenfalls gemäß unserem detaillierten HACCP-Risikoprofil systematisch geprüft.

Yoshi En

World's Finest Organic Teas

Die edelsten und bedeutsamsten Tees ausschließlich direkt bezogen von Top Single Estates in den jeweils besten Lagen und Terroirs - alles unter der Prämisse eines natürlichen, Umwelt und Mensch schonenden Anbaus. Aus diesem Grund führen wir mit wenigen Ausnahmen nur Bio-zertifizierte Tees bzw. Tees aus pestizidfreiem Anbau. Mit dieser Maxime als Leitmotiv und einem engagierten, internationalem Team von Teeexperten, verschreibt sich Yoshi En der Mission, die jahrhundertealte Kultur des Tee zu pflegen und ein qualitativ bestmögliches Abbild der Tee-Landschaft weltweit und des gehobenen Teezubehörs zu zeichnen. About Yoshi En.

Anbau & Verarbeitung

Besonderheit in Lage, Anbau und Verarbeitung

Die Herstellung des Pu Erh folgt einem einheitlichen Schema. Die Erntesaison beginnt in aller Regel im späten März, Anfang April. Geerntet wird stets von Hand, bei besonders großen Teebäumen werden extra Leitern angelegt, um auch an die entlegenen Äste zu gelangen. Für hohe Qualitäten wie diese, werden nur die Knospe und zwei Folgeblätter gepflückt. Gepflückt wird immer in aller Frühe bis zum Mittag.

Die Bäume befinden sich etwas abseits des Dorfkerns, die Blätter werden daher in großen Bambuskörben gesammelt und dann zurück zum Teebauern transportiert. Dieser breitet die Teeblätter nun zum Welken aus. Je nachdem wie sich die Wetterverhältnisse gestalten, geschieht dies entweder unter freiem Himmel oder geschützt im Innern. Die Blätter werden auf Welktrögen ausgelegt und unterstützt von Ventilatoren getrocknet bzw. draußen unter der Sonne auf Tüchern. Die Welkung dauert mehrere Stunden an, in dieser Zeit kann langsam die Feuchtigkeit aus den Blättern heraus treten, sodass sie im nächsten Schritt erhitzt und geformt werden können. Dieser Schritt des “kill green”, dem Stoppen der Oxidation der Blätter, erfolgt in großen Woks, die noch traditionell mit Holzfeuer befeuert werden. Es werden Batches von ca 1kg über einen Zeitraum von 30-45 Minuten im Wok geröstet und dabei regelmäßig gewendet. Dieser Schritt ist kohärent mit dem der Herstellung konventionellen Grünen Tees, mit dem Unterschied, dass die angewandte Hitze etwas geringer ist. Nicht alle der für die Oxidation verantwortlichen Enzyme sollen beim Hitzevorgang entfernt werden, damit der Tee, gepresst als Cake, unter dem Einfluss von Enzymen weiter reifen kann. Dies, die enzymatische Aktivität und die fortschreitende geschmackliche Wandlung, ist eine der großen Besonderheiten des Sheng Pu Erh.

Nach dem Röstvorgang werden die Blätter gerollt, das geschieht auf maschinellem Weg in einer dafür vorgesehenen Rollmaschine. Diese simuliert die ursprünglich handwerkliche Technik des Teerollens, bei der die Blätter mit den Händen eng zu Bällen und fest über die Maschen von Unterlagen aus Bambusholz gerollt und gedrückt werden. Bei diesem Vorgang werden die Zellwände der Blätter aufgeraut und der Saft des Tees tritt nach außen.

Die Blätter sind nach dem Rollvorgang sehr nass und müssen erneut getrocknet werden. Dies geschieht nun ebenfalls outdoor oder bei regnerischem Wetter im Innern.

Im letzten Schritt werden die Blätter in Cakes gepresst. Dafür werden sie kurz mittels Wasserdampfs erhitzt und dadurch formbar gemacht. Sie werden dann gewogen und portioniert, in Tücher gelegt und dann gepresst. Für unseren Sheng Pu Erh wurden die Cakes von Hand unter Zuhilfenahme schwerer Steinblöcke gepresst und nicht mit der mechanischen Pressmaschine. Infolgedessen sind die auf diesem Weg sehr sanft gepressten Blätter noch sehr intakt und nahezu unbeschädigt.

Jahrhunderte alte Pu Erh Teebäume:

Bei den für Pu Erh verwendeten Teepflanzen handelt es sich um autochthone, besonders großblättrige und wild kultivierte Pflanzen. Im Unterschied zu den konventionellen, weltweit am meisten verbreiteten Teepflanzen, wächst das Pu Erh Cultivar nicht als Strauchgewächs heran, sondern als Baum und kann dabei bis zu mehrere tausend Jahre alt werden. In Wissenschaft und Forschung wird allgemein davon ausgegangen, dass dieses Cultivar den Ursprung allen Tees bildet und sämtliche übrigen existierenden Teepflanzen von dieser abstammen. Das Cultivar ist heimisch in der Vierländerregion von China, Vietnam, Laos und Myanmar. Der chinesische Teil liegt dabei in der Provinz Yunnan. Da sich die ersten Versuche der Kultivierung von Tee am ehesten mit der Historie Yunnans in Verbindung bringen lassen, bezeichnen die Menschen aus Yunnan ihre Heimat folglich gerne als "Wiege allen Tees". In den Teewäldern Yunnans gleicht kein Teebaum dem anderen, da jeder einen ganz individuellen Wuchs und von unterschiedlichen Moos- und Funghikulturen bewachsen ist. Dadurch trägt jeder Baum seinen "eigenen" Tee. Je älter die Bäume werden, desto weitreichender dringen ihre Wurzeln außerdem in die Erde und damit in besonders tiefliegende Gesteinsschichten vor. Auf diesem Wege können die Bäume wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente "tanken", die sich am Ende auch wieder in den Blättern und Knospen wieder finden. Die Knospen und Blätter von wild-wachsenden, alten Teebäumen (Gushu) gelten daher als besonders wertvoll und extrem begehrt.

Zubereitung

Zubereitung

Für die Entnahme von Pu Erh aus einem Cake empfehlen wir den Gebrauch einer Pu Erh Nadel. Einfach eine möglichst lockere Stelle an der Aussenseite des Cakes suchen und dann etwas Tee sachte heraus hebeln.

Dosierung: 1 Teilstück (5g) vom Cake bzw. 2 gut gehäufte TL., Wassertemperatur 100°C, 200-300ml, 1-2 Minuten Ziehzeit

Ein erster kurzer Aufguss (5 sek.) wird dafür verwendet die Blätter für die weiteren Aufgüsse zu öffnen und wird nicht getrunken.

Klassische Pu Erh-Zubereitung / Gong Fu:

Hierfür wird eine Gaiwan bzw. kleine Teekanne (bis 150ml) verwendet. Die Teedosierung kann etwas höher (7g) liegen. Bei einer Temperatur von 100°C und anfänglich kurzen Ziehzeiten von 15-30 Sekunden, welche mit zunehmender Aufgusszahl langsam verlängert werden, sind mehr als 10 Aufgüsse möglich. Auch bei dieser Zubereitung empfehlen wir die Blätter mit einem Kurzaufguss zuerst zu öffnen.

Verpackung

357g: Traditionell in feinem Reispapier verpackte, ganze 357g Teescheibe mit beiliegendem Echtheits-/Qualitätssiegel (Nei Fei, 内飞).

25g: Verpackt in einen besonders hochwertigen, luftdichten Aromaschutz-Beutel mit Zipper und Standboden. Durch eine 9-fache Beschichtung mit äußerst hoher Barrieresicherheit wird der Tee bestmöglichst vor Oxidation und vor Schadstoffeinflüssen geschützt.

Empfohlene Teekanne

Für die Zubereitung von Pu Erh Tee eignen sich traditionellerweise kleinere Teekannen aus Ton. In jüngerer Zeit haben sich aber auch klassische Gaiwan etabliert.

Empfohlene Teedose

Ideal und besonders ästhetisch sind stilechte, chinesische Behältnisse aus Porzellan oder Ton, alternativ eignen sich günstigere, innen beschichtete, luftdichte Teedose. Verfolgen Sie das Ziel größere Mengen von Pu Erh langfristig zu reifen, empfehlen wir den Tee dauerhaft einer Luftfeuchtigkeit von 50-70%, normaler Zimmertemperatur und einer dunklen, geruchsfreien Umgebung auszusetzen.

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