Besonderheit in Lage, Anbau und Verarbeitung
Die Teefarm liegt in der Region Yueyang im nordöstlichen Teil der chinesischen Provinz Hunan. Hunan befindet sich im südlichen Zentrum Chinas und zählt zu den traditionsreichen Teeprovinzen des Landes. Besonders bekannt ist die Region für Anhua Hei Cha – einen post-fermentierten Tee, der ähnlich wie Pu-Erh über längere Zeit reift und dabei an Tiefe gewinnt. Entsprechend spannend ist es diese Farm gefunden zu haben, die sich auf die Herstellung besonders hochwertiger Schwarz- und sehr seltener Gelbtees spezialisiert.
Für diesen Schwarztee wird ein ungewöhnliches Cultivar verwendet: jenes, das ursprünglich für den berühmten Longjing-Grüntee kultiviert wird. Diese Varietät ist deutlich feiner und weniger robust als typische Schwarztee-Cultivare, bringt jedoch eine natürliche Süße und geringere Adstringenz mit sich. Gleichzeitig erfordert sie im Anbau wie in der Verarbeitung ein hohes Maß an Erfahrung, da die Blätter empfindlicher sind und die Erträge geringer ausfallen.
Die Verarbeitung folgt im Grundsatz der klassischen Schwarztee-Herstellung, verlangt jedoch ein besonders behutsames Vorgehen. Nach der sorgfältigen Pflückung werden die Blätter zunächst gewelkt – bei geeigneten Wetterbedingungen traditionell im Freien unter direkter Sonneneinstrahlung. Anschließend werden sie gerollt und sanft geknetet, wodurch die Zellstruktur aufgebrochen wird und die enzymatische Oxidation einsetzt. Dieser Prozess, bei dem sich die Blätter allmählich kupferrot verfärben und ihr charakteristisches Aromaprofil entwickeln, dauert mehrere Stunden und wird präzise vom Teemeister gesteuert. Den Abschluss bildet die schonende maschinelle Trocknung, die die Oxidation stoppt und die Aromen im Blatt fixiert.











