Besonderheit in Lage, Anbau und Verarbeitung
Im Herzen der Region Marrakesch-Safi, in der Haouz-Ebene, liegt die „Rote Stadt“ Marrakesch – am Fuße der eindrucksvollen, schneebedeckten Landschaften des Hohen Atlas, überragt vom Djebel Toubkal. Mit 4.167 m ist er der höchste Gipfel Nordafrikas; sein Name geht auf das Berberische Tugg Akal zurück, häufig übersetzt als „diejenige, die von oben auf die Erde blickt“. Dank des vom Atlasgebirge herabfließenden Wassers gilt diese zwischen 450 und 600 m Höhe gelegene Region als eine der landwirtschaftlichen Lebensadern Marokkos, bekannt für Oliven, Früchte und aromatische Kräuter.
Zugleich prägt der Bitterorangenbaum (Bigaradier) das Stadtbild und die kulturelle Identität Marrakeschs. Seit seiner Einführung im 12. Jahrhundert ist er tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt verankert. Mit der Blüte im Frühjahr beginnt die Zahria – ein traditionsreiches Ritual zur Destillation von Orangenblüten, das bis heute von Frauen gepflegt wird. Der Bigaradier findet vielseitige Verwendung: Seine Blüten liefern kostbares Orangenblütenwasser und Neroli-Essenz, die Früchte werden zu Konfitüren verarbeitet, während die Blätter traditionell als milder, beruhigender Aufguss geschätzt werden.
Der Anbau des Bigaradier folgt einer jahrhundertealten Praxis. Robuster als die Süßorange gedeiht er hervorragend auf kalkhaltigen Böden und unter den ausgeprägten Temperaturschwankungen der Haouz-Ebene. Unsere Blätter stammen aus zertifiziertem Bio-Anbau ohne Einsatz von Pestiziden. Die präzise Bewässerung über Brunnen- und Tröpfchensysteme ist besonders nachhaltig und trägt den Herausforderungen von Trockenheit und Klimawandel Rechnung. Sorgfältige Handernte und schonende Verarbeitung gewährleisten den vollständigen Erhalt der aromatischen Eigenschaften und lassen einen außergewöhnlich reinen, hochqualitativen Tee entstehen.











