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Chawan Arakawa Kiseto

Toyozo Arakawa

ID
0271
Original japanische Teeschale vom "Lebenden Nationalschatz" Japans, Toyozō Arakawa. Unebene, zylindrische Form, handgefertigt aus Ton mit steinartiger matt-grünlicher Oberfläche mit orange-bräunlichen Brandflecken auf einem unglasierten Fußring.
 
Künstler Toyozō Arakawa  
Objekttyp Teeschale (Chawan)  
Datierung 20. Jahrhundert, Shōwa-Zeit (1926–1989)  
Herkunft Mino, Gifu, Japan  
Tradition Mino-yaki  
Material Keramik, Kiseto-Glasur  
Maße Ø13,4 x H8,2 cm  
Gewicht 521 g  
Markierungen Künstlersignatur 斗 auf der Unterseite  
Verpackung Beschriftete Holzbox (Kiribako 桐箱)  


Diese Chawan ist Teil unserer Yoshi en Privatsammlung edler Meisterwerke. Diese stehen nicht zum Verkauf und sind nur zur Ansicht gelistet.

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Toyozo Arakawa Chawan Kiseto

Toyozō Arakawa 荒川 豊蔵

Geboren in Tajimi in der Präfektur Gifu, begann Toyozō Arakawa (1894–1985) seine Ausbildung im Keramikhandwerk bei Miyanaga Tozan (1868–1941) in Kyōto. Später arbeitete er am renommierten Hoshigaoka-Brennofen (星岡窯) in Kamakura unter dem einflussreichen Meister Kitaōji Rosanjin (1883–1959). Einen entscheidenden Einschnitt markierte 1933 die Errichtung seines eigenen Brennofens – ein Meilenstein, der nicht nur sein persönliches Schaffen prägte, sondern auch die japanische Keramikgeschichte nachhaltig beeinflusste. Mit diesem Ofen leistete er neben Katō Tokurō (1897–1985) einen maßgeblichen Beitrag zur Wiederbelebung der über Jahrhunderte verloren geglaubten Mino-Brenntradition.
Rund zwei Jahrzehnte später wurde Arakawa schließlich für seine meisterhaften Mino-Keramiken in den Glasurtraditionen Shino (志野) und Seto-guro (瀬戸黒) mit dem renommierten Titel des „Lebenden Nationalschatzes" Japans ausgezeichnet. 1971 folgte dann die Ehrung als „Person mit besonderen kulturellen Verdiensten“ sowie die Verleihung des japanischen Kulturordens.

Toyozo Arakawa Chawan Kiseto

Chawan 茶碗

Die ersten Formen der Teeschale, auch Chawan (茶碗) oder Matchawan (抹茶碗) genannt, stammen aus dem alten China und wurden mit Beginn des 13. Jahrhunderts nach Japan importiert. Im Laufe der Zeit hat sich eine japaneigene, hoch bedeutende und sehr vielschichtige Handwerkskunst rund um die Chawan entwickelt. Bis heute wird die Chawan in der japanischen Teezeremonie verwendet um Koicha (濃茶) zu servieren: einen dickflüssigen, dunkelfarbigen Tee aus feinstem Matcha, sowie Usucha (薄茶): eine verdünnte, schaumigere Version und die bis heute gebräuchlichste Form der Matcha Zubereitung.

Mino-Yaki 美濃焼

Mino-yaki, hergestellt in der historischen Provinz Mino – der heutigen Präfektur Gifu –, blickt auf eine lange Keramiktradition zurück, die bis ins 11. Jahrhundert reicht. Die keramische Entwicklung von Mino stand dabei in enger Verbindung mit jener von Seto in der benachbarten Präfektur Aichi, wo sich einer der legendären sechs alten Brennöfen Japans befand. Im Zuge der wachsenden Popularität der Teezeremonie (Chanoyu 茶の湯) während der Momoyama-Zeit (1573–1615) entstanden in Mino zahlreiche Stilrichtungen und Glasurtechniken – darunter das gelbe Kiseto, das schwarze Setoguro und die Tenmoku-Glasuren, ebenso wie die berühmten Shino- und Oribe-Keramiken. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Region jedoch vor allem für ihre Porzellanherstellung für den täglichen Gebrauch bekannt.

Auszeichnungen

  • 1955 Auszeichnung als "Lebender Nationalschatz" (Ningen Kokuhō 人間国宝) Japans für sein Shino und Seto-guro
  • 1965 Japanische Ehrenmedaille mit violettem Band (Hōshō 褒章)
  • 1971 Auszeichnung als "Person mit besonderen kulturellen Verdiensten" (Bunka Kōrōsha 文化功労者) und japanischer Kulturorden

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