ROTER ROOIBOS TEE
Der strauchartig wachsende Rooibusch (Aspalathus linearis) bevorzugt das heiß-trockene Klima der südafrikanischen Bergregionen. Hier werden die kleinen nadelförmigen Blätter des Rooibusch traditionell als schmackhafter Tee getrunken. Dieser enthält zwar wenige Gerbstoffe, ist dafür aber insbesondere reich an Mineralstoffen. Die Rooibuschblätter entwickeln ihr mildes und zugleich intensives Aroma sowie ihre typisch rötlich-braune Farbe während des Fermentationsprozesses.
SCHAFGARBE
Die Schafgarbe (Achillea millefolium herba) kommt in ganz Europa, Nordasien und bis in den Polarkreis vor. Mehrjährig und ausdauernd bleibt sie sie sogar im Winter oberhalb der Erdobefläche. Sie ist eine Pflanze mit langer Tradition in der Kräuterkunde. Laut der griechischen Mythologie soll Achilles Schafgarbe genutzt haben, dieser Legende verdankt die Schafgarbe ihren lateinischen Namen Achillea millefolium.
FRAUENMANTEL
Frauenmantel (Alchemilla) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Seine Arten sind in Europa, Asien und Afrika verbreitet, vorallem in den höheren Lagen fühlt er sich wohl und ist mit rund 300 Arten in Europa vertreten. Sein Name Alchemilla spricht für sich und läßt seine Magie erahnen, die am Blattinneren hervortretenden Wassertropfen gelten schon seit alters her als Hausmittel.
MAULBEERE
Die weiße Maulbeere (Morus alba) ist für ihre zuckerähnliche Süße bekannt und die am häufigsten konsumierte Maulbeerart, besonders in getrockneter Form. Die Blätter der weißen Maulbeere spielen seit Langem eine entscheidende Rolle in der Seidenindustrie, da sie die Hauptnahrungsquelle für Seidenraupen sind, und werden seit über 4.000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) gehören außerdem Feigen, Jackfrüchte und Brotfrüchte.
JOHANNISKRAUT
Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist an seinen charakteristischen, leuchtend gelben Blüten zu erkennen, die beim Zerreiben einen roten Saft abgeben. Es hat eine lange Nutzungsgeschichte, die bis ins antike Griechenland zurückreicht, wo frühe Ärzte wie Hippokrates und Dioskurides es bei Wunden, Verbrennungen und nervlichen Beschwerden empfahlen. Über Jahrhunderte glaubte man, es schütze vor bösen Geistern, was ihm den eindrucksvollen mittelalterlichen Namen fuga daemonum („Flucht der Dämonen“) einbrachte. Hildegard von Bingen, die berühmte Kräuterkundige des 12. Jahrhunderts, pries das Kraut als „die Arnika der Nerven“.
SCHACHTELHALM
Der Schachtelhalm (Equisetum arvense) Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgross und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich durch Sporen.
Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blassgebliche stengelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt.
LABKRAUT
Labkraut (Galium verum), auch bekannt als Frauen-Labkraut oder Echtes Labkraut, ist eine weit verbreitete Pflanze, die in vielen Teilen der Welt vorkommt. Der Gattungsname Galium stammt vom griechischen Wort gala („Milch“), da die Pflanze historisch zum Gerinnenlassen von Milch bei der Käseherstellung verwendet wurde. Aus ihren Wurzeln und Blüten wurden leuchtende rote und gelbe Textilfarbstoffe gewonnen, und ihre getrockneten Stängel dienten früher häufig als Füllmaterial für Matratzen. In der schottisch-gälischen Mythologie soll der Krieger Cú Chulainn es als Tee getrunken haben, um seine kampfbedingte Raserei zu beruhigen.
ZIMT
Der Zimt-Baum (Cinnamomum zeylanicum) ist ein Lorbeergewächs und ist nicht nur in seiner südostasiatischen Heimat für seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten bekannt. Bereits 2000 v.Ch. verwendeten die Ägypther zum einbalsamieren und auch in China und Indien wird er seit Menschengedenken gegen allerlei Beschwerden verwendet. Der Zimt-Baum muss mehrere Jahre wachsen, bis man den Stamm kappt. Die jungen Triebe die daraus hervorgehen werden wiederum nach 2 Jahren geschnitten und geschält. Die Rinde rollt sich dann in die uns bekannte Form.
SÜSSHOLZWURZEL
Die Süssholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) begleitet die Menschheit schon seit langer Zeit. Im alten Ägypten wurde Süssholz bereits als Tee Getränk zu sich genommen, im alten Rom gab es die ersten Lakritzstangen. Auch im Mittelalter war das Süssholz beliebt, Napoleon Bonnaparte soll stets Lakritz bei sich gehabt haben. In Westasien und dem Mittelmeerraum beheimatet kann diese mehrjährige Pflanze bis zu 150cm hoch wachsen, man erntet ausschließlich die Wurzelausläufer im Herbst.
RINGELBLUME
Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) und ist vor allem in Europa stark verbreitet. Mit ihren gelben und orangen Blüten ist sie besonders auffällig und in vielen Gärten zu finden. Verwendet werden vorwiegend die Blütenblätter, die getrocknet traditionell als Tee angewendet oder in Form eines Auszugs zur äußerlichen Anwendung verwendet werden.
PFEFFERMINZE
Pfefferminze (Mentha piperita) wird seit Jahrhunderten in vielen Kulturen bei Ritualen geräuchert oder als Tee getrunken. Studenten in der Antike trugen bei wichtigen Prüfungen geflochtene Minzkränze für einen klaren Verstand. Traditionell wird die Pfefferminze als Tee getrunken oder in Form von Dampfbädern inhaliert.










