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Kamikatsu
Awabancha P.Free

Super Premium 96 P.

ID
0456
Awabancha ist eine regionale Tee-Spezialität aus Kamikatsu auf Shikoku, der kleinsten der japanischen Hauptinseln. Die wildgepflückten Blätter des Tees werden im Zuge der Herstellung fermentiert und erhalten auf diesem Wege ein einmaliges, äußerst erfrischendes Geschmacksprofil, das zwischen feinsäuerlichem Hibiskus und honiger Süße osziliert, 50g
 
Charakter Erfrischend, Hibiskus, Honigsüße, feinsäuerlich
Teefarm Kleiner, naturverbundener Familienbetrieb in Kamikatsu
Terroir Kamikatsu (Reg.), Tokushima (Präf.), Japan
Ernte 1. Jahresernte (Ichibancha) zwischen Juli und August 2025, Wildpflückung
Cultivar Zairai
Höhenlage 130m - 350m ü.d.M.
Verarbeitung Ernte von Hand, Kochen / Erhitzen des Tees in großen Töpfen, Rollen und Kneten der Blätter, Pressen in Holzfässer, Fermentation für 2-3 Wochen, Sonnentrocknung der Blätter
Anbau Wildpflückung auf Berghängen
Labortests Radioaktivität (Jährlicher Test der Region) und Pflanzenschutzmittel
Qualität 96/100 P. (Kategorie fermentierte japanische Tees); Super Premium
14,90 €
50g

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inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
0456
298,00 € / 1kg
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Kamikatsu Awabancha Kamikatsu Awabancha Kamikatsu Awabancha

Teefarm

Die Teefarm liegt im kleinen Bergdorf Kamikatsu in der Präfektur Tokushima auf Shikoku. Mit weniger als 1.600 Einwohnern, nur einer Ampel und ohne Supermarkt ist der Ort stark von seiner natürlichen Umgebung geprägt. Terrassierte Reisfelder, dichte Wälder und ursprüngliche Berglandschaften – darunter moosbewachsene Hänge und alte Buchenwälder – verleihen der Region eine ruhige, zeitlose Atmosphäre. Awabancha wird hier seit Generationen traditionell für den Eigenbedarf hergestellt und ist tief im Alltag der Bewohner verankert. Die Region ist zudem bekannt für ihre konsequente Zero-Waste-Philosophie und ein intaktes Ökosystem rund um den Katsuura-Fluss.

Kamikatsu Awabancha

Aroma & Charakter

Verkostung

Die Blätter des Tees sind auffallend groß, grob gearbeitet und von einem grünlich-oliven Glanz. Bereits im trockenen Zustand entfaltet sich ein ungewöhnliches, lebendiges Aroma: leicht säuerlich, mit Anklängen von Hibiskus und fermentierten Noten, die an Sauerkraut erinnern, dabei zugleich überraschend frisch und belebend.

Das Duftbild des ersten Aufgusses ist vielschichtig: Zarte Hibiskusnoten stehen im Vordergrund, jedoch deutlich weicher und abgerundet, begleitet von einer feinen, fast unerwarteten Mandel-Marzipan-Nuance. Hinzu kommt ein Aroma, das an einen Sommerregen auf einem Feld erinnert – an nasses, geschnittenes Gras, ohne dabei grasig zu wirken.

Geschmacklich präsentiert sich der Tee bemerkenswert mild und ausgewogen. Die Säure ist sanft eingebunden und wird von angenehmer Süße getragen. Eine feine, honigartige Note steigt am Gaumen auf und verleiht dem Tee Tiefe. 

Mit weiteren Aufgüssen wird das Aromenspiel ruhiger und zurückhaltender. Die Intensität nimmt ab, doch die grundlegenden Noten bleiben erhalten und wirken nun weicher und harmonischer. Der Tee gewinnt an Trinkfluss und zeigt sich zunehmend als begleitender, unaufdringlicher Alltagsaufguss – weniger komplex in der Spitze, aber konstant und angenehm bis in die späteren Aufgüsse hinein.

Blatt

relativ grobe, große grünlich-olive, glänzende Blätter

Tasse

sattes Gelbgrün

Kamikatsu Awabancha

Awards

Auszeichnung Kamikatsu Awabanchas als immaterielles Volkskulturgut Japans im Jahr 2021.

Kamikatsu Awabancha

Awabancha

Awabancha zählt zu den raren japanischen postfermentierten Tees und stammt aus der Präfektur Tokushima auf Shikoku. Seine Ursprünge reichen der Überlieferung nach bis ins 9. Jahrhundert zurück: Der buddhistische Mönch Kōbō Daishi (Kūkai) soll den Menschen der Region gezeigt haben, wie sie aus wild wachsenden Teebäumen in den Bergen Tee herstellen können. Historisch belegen lässt sich diese Erzählung jedoch nicht; erste schriftliche Hinweise auf die Produktion stammen erst aus der Mitte der Edo-Zeit (1603–1868). Heute wird Awabancha vor allem in abgelegenen Bergdörfern rund um die Orte Naka und Kamikatsu produziert. Die Grundlage bilden meist Blätter der wilden Zairai-Varietät, auch „Yamacha“ (Bergtee) genannt, die in der natürlichen Umgebung der Region wachsen. Charakteristisch für Awabancha ist seine Verarbeitung: Nach der Ernte werden die Blätter zuerst gekocht (siehe nebenstehendes Bild) und dann einer anaeroben Fermentation unterzogen, bei der Milchsäurebakterien unter Ausschluss von Sauerstoff wirken. Dieser Prozess verleiht dem Tee sein unverwechselbares, leicht säuerliches Aroma. Heute wird Awabancha nur noch von wenigen Familien hergestellt, die dieses seltene Wissen über Generationen hinweg bewahrt haben.

Yoshien Labortests

Labortests

Wir selektieren weltweit die für ihr Terroir renommiertesten Bio-Teefarmen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Tees bio-zertifiziert oder stammen aus pestizidfreiem Anbau, und werden immer direkt bezogen. Jeder unserer Tees wird für jede Ernte von uns im unabhängigen deutschen akkreditierten Labor auf Pestizide getestet. Alle weiteren relevanten Schadstoffgruppen werden ebenfalls gemäß unserem detaillierten HACCP-Risikoprofil systematisch geprüft.

Yoshien

Yoshi En

World's Finest Organic Teas

Die edelsten und bedeutsamsten Tees ausschließlich direkt bezogen von Top Single Estates in den jeweils besten Lagen und Terroirs - alles unter der Prämisse eines natürlichen, Umwelt und Mensch schonenden Anbaus. Aus diesem Grund führen wir mit wenigen Ausnahmen nur Bio-zertifizierte Tees bzw. Tees aus pestizidfreiem Anbau. Mit dieser Maxime als Leitmotiv und einem engagierten, internationalen Team von Teeexperten verschreibt sich Yoshi en der Mission, die jahrhundertealte Kultur des Tees zu pflegen und ein qualitativ bestmögliches Abbild der Tee-Landschaft weltweit und des gehobenen Teezubehörs zu zeichnen. About Yoshi en.

Anbau & Verarbeitung

Besonderheit in Lage, Anbau und Verarbeitung

Die Herstellung von Awabancha ist eng mit den abgelegenen Bergregionen Tokushimas verbunden – insbesondere mit kleinen Gemeinden wie Kamikatsu, wo dieser Tee bis heute überwiegend für den Eigenbedarf produziert wird. Steilen Hänge, wilden Teesträucher und sommerliche Hitze prägen diese Landschaft.

Die Ernte erfolgt im Hochsommer, meist zwischen Juli und Mitte August, wenn die Teeblätter vollständig ausgereift, fest und widerstandsfähig sind. Anders als bei vielen anderen japanischen Tees werden keine jungen Triebe verwendet, sondern große, robuste Blätter, die sich besonders gut für die anschließende Fermentation eignen. Die Pflückung geschieht von Hand, oft an wild wachsenden oder nur minimal kultivierten Teebüschen an steilen Berghängen. Dass für Awabancha wild wachsende, nicht-kultivierte Pflanzen vewendet werden, ist eines seiner Alleinstellungsmerkmale.

Unmittelbar nach der Ernte werden die Blätter gekocht, meist für etwa 20 bis 30 Minuten. Dieser Schritt unterscheidet Awabancha grundlegend von japanischen Grüntees, die traditionell gedämpft werden. Das Kochen der Blätter deaktiviert Enzyme und reduziert unerwünschte Mikroorganismen, während die Blattstruktur zugleich aufgeweicht wird. Anschließend werden die Blätter geknetet oder gerieben, um Zellwände aufzubrechen und die Grundlage für die Fermentation zu schaffen.

Die eigentliche Besonderheit liegt in der darauffolgenden Fermentation. Die vorbereiteten Blätter werden dicht in Holzfässer gepresst, luftdicht abgeschlossen und mit Gewichten beschwert. In diesem sauerstoffarmen Milieu beginnt eine mehrere Wochen andauernde anaerobe Fermentation, gesteuert durch natürlich vorkommende Milchsäurebakterien. Diese Mikroorganismen prägen maßgeblich das Aroma des Tees und verleihen ihm seine charakteristische, lebendige Säure. Je nach Produzent, Fassmaterial und mikrobieller Umgebung entstehen dabei unterschiedliche Geschmacksprofile.

Nach zwei bis vier Wochen wird der Tee aus den Fässern genommen, aufgelockert und unter freiem Himmel getrocknet. Die Blätter werden dabei regelmäßig gewendet, bis sie vollständig stabilisiert sind. Erst danach erfolgt eine letzte Sortierung und Verarbeitung.

Originalität

Dieser Tee stammt zu 100% von dem o.g. Teefeld in Kamikatsu, Direktbezug vom Teefarmer.

Zubereitung

Zubereitung

4 TL (5 g), 90°C, 200 ml, 1–2 Minuten ziehen lassen.

Wir empfehlen die Zubereitung von mindestens 3 Aufgüssen. Bei Folgeaufgüssen sollte die Ziehzeit jeweils um ca. 30-60 Sekunden verlängert werden.

Verpackung

Verpackt in einen besonders hochwertigen, luftdichten Aromaschutz-Beutel mit Zipper und Standboden. Durch eine 9-fache Beschichtung wird eine äußerst hohe Barrieresicherheit zum maximalen Schutz vor Schadstoffeinflüssen erreicht. Beim Schließen des Beutels sollte so viel Luft wie möglich herausgedrückt werden, um den Tee geschützt aufzubewahren. Alternativ und insbesondere für die längerfristige Lagerung empfehlen wir unsere stylischen und luftdichten Teedosen. Der Tee ist gut geeignet für die weitere Reifung.

Empfohlene Teekanne

Wir empfehlen für diesen Tee eine klassische schwarze Tokoname Kyusu. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Teekanne aus Glas, in welcher der Tee zudem beim Ziehen beobachtet werden kann.

Aufgrund der intakten Beschaffenheit der Blätter ist der Tee auch sehr gut geeignet für die Zubereitung im chinesischen Gongfu-Stil mit einer Gaiwan aus geschmacksneutralem Porzellan.

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