Ichō Kamairi Takachiho P.Free

Contest Grade 99 P.

ID
0482
Dank des Takachiho-Cultivars und der seltenen Verbindung aus Welkung und Pfannenröstung entfaltet sich ein zartes Lindenblütenhonig-Aroma. Der Aufguss ist seidig, vollmundig und frei von Bitterkeit.
 
Charakter Samtig, zarte Blütenhonigsüße, blumig, Lindenblüten, Löwenzahn, buttrig weich, erfrischend, durstlöschend
Teefarm Mehrfach ausgezeichnete Teefarm aus Gokase, Miyazaki mit Spezialisierung auf Kamairicha
Terroir Gokase (Reg.), Miyazaki (Präf.), Japan
Ernte 1. Ernte (Ichibancha), Ende Mai, 2025
Cultivar Takachiho
Höhenlage 600m ü.d.M.
Anbau Anbau ohne chemische Pflanzenschutzmittel
Labortests Radioaktivität (Jährlicher Test der Region) und Pflanzenschutzmittel
Qualität 99/100 P. (Kategorie Kamairicha); Contest Grade
25,90 €
60g

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inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
0482
323,75 € / 1kg
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Icho Kamairi Takachiho Pest. Free

Aroma & Charakter

Verkostung

Ein Tee, dessen vielschichtiges Aromaspektrum ausgewählte Nuancen verschiedenster Teesorten in sich vereint und zu einer harmonischen Gesamtkomposition verschmelzen lässt. Bereits im ersten Moment überzeugt der Ichō Kamairicha durch sein außergewöhnlich samtiges Mundgefühl: honigglatt wirkend, mit feinen Noten und einer zarten Süße von klarem Blütenhonig. Aromatisch erinnert er an den warmen Duft von Lindenblüten oder Löwenzahn – eine Assoziation, die den Eindruck eines kleinen Löffels Lindenblütenhonig im Tee noch intensiviert. Buttrig weich, frei von Bitterkeit und getragen von einer leichten Blumenhonigsüße verweilt er angenehm am Gaumen. Geschmacklich entfernt er sich dabei deutlich vom klassischen Kamairicha-Grüntee und nähert sich vielmehr der Eleganz eines hochwertigen Oolongs. Im zweiten Aufguss bleibt das charakteristische Aroma erhalten, doch wirkt das Trinkgefühl nun spürbar leichter und weniger süß. Der Tee entfaltet sich frischer und erinnert nun an einen sanften Lindenblüten-Kräutertee. Erfrischend und durstlöschend wird er so zu einem idealen Begleiter für liebliche Teemomente am Morgen wie auch am Nachmittag.

Blatt

gedreht und leicht geöffnet, dunkel- bis hellgrün

Tasse

klarer Aufguss, helles Goldgelb

Icho Kamairi Takachiho Pest. Free

Kamairicha

Bei Kamairicha (jap. Kama 釜: Pfanne / Kessel) handelt es sich um schonend pfannen- oder ofengeröstete Grüntees und damit eine besondere Seltenheit, da sich japanischer Grüntee, wie z. B. Sencha, sonst durch seine Dämpfung auszeichnet. Im Vergleich zu Senchas sind diese Tees daher zurückhaltender, weniger "grasig", weniger bitter und adstringent, zugleich süßer und nussig, mit längerem Nachgeschmack. Ein weiteres besonderes Merkmal sind auch die gewellten Nadeln (Kamaguri) und die leuchtend grüne Tassenfarbe.

Besonderheit Ichō Kamairicha

Der Namenszusatz Ichō bedeutet im Japanischen „welken“ und verweist auf einen ungewöhnlichen Verarbeitungsschritt: das bewusste Vorwelken der Teeblätter. Während bei Grüntee traditionell die Oxidation durch frühzeitiges Erhitzen unterbunden wird, um die frischen, grünen Aromen des frisch geernteten Blattes zu bewahren, hat sich das Welken in den letzten Jahren als seltene, aber zunehmend geschätzte Methode etabliert. Auf diese Weise entstehen Grüntees mit einem ausdrucksstarken, floralen Aromaprofil, das an leicht oxidierte Oolongs aus China und Taiwan erinnert. Der dennoch kraftvolle Körper bildet gemeinsam mit dem sanften Blumenduft eine harmonische Brücke zwischen der Frische und Stärke des Grüntees und der eleganten Duftigkeit feiner Oolongs.

Yoshien Labortests

Labortests

Wir selektieren weltweit die für ihr Terroir rennommiertesten Bio-Teefarmen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Tees bio-zertifiziert oder stammen aus pestizidfreiem Anbau und werden immer direkt bezogen. Jeder unserer Tees wird für jede Ernte von uns im unabhängigen deutschen akkreditierten Labor auf Pestizide getestet. Ebenfalls werden sämtliche Teilregionen Japans, von welchen wir unsere Tees beziehen, bei jeder Ernte auf radioaktive Belastung untersucht. Alle weiteren relevanten Schadstoffgruppen werden ebenfalls gemäß unserem detaillierten HACCP-Risikoprofil systematisch geprüft.

Yoshien

Yoshi En

World's Finest Organic Teas

Die edelsten und bedeutsamsten Tees ausschließlich direkt bezogen von Top Single Estates in den jeweils besten Lagen und Terroirs - alles unter der Prämisse eines natürlichen, Umwelt und Mensch schonenden Anbaus. Aus diesem Grund führen wir mit wenigen Ausnahmen nur Bio-zertifizierte Tees bzw. Tees aus pestizidfreiem Anbau. Mit dieser Maxime als Leitmotiv und einem engagierten, internationalem Team von Teeexperten, verschreibt sich Yoshi En der Mission, die jahrhundertealte Kultur des Tee zu pflegen und ein qualitativ bestmögliches Abbild der Tee-Landschaft weltweit und des gehobenen Teezubehörs zu zeichnen. About Yoshi En.

Anbau & Verarbeitung

Gokase 五ヶ瀬

Gokase liegt in relativ großer Höhe (>500m) im nördlichen, bergigen Miyazaki. Obwohl es sich noch in der tropischen Klimazone befindet (im Sommer bis zu 33°C), herrschen hier sehr niedrige Nacht- und Wintertemperaturen (teils -10°C). Im Winter kommt es durchaus zu Schneefall und Frost kann auftreten von Anfang Oktober bis Ende April.

Kamairi

Diese Grünteesorte wird als Kamairicha (jap.: 釜炒り茶) verarbeitet (kama 釜 "kiln", iri 炒り "roast", cha 茶 "tea"), der in ganz ähnlicher Weise wie die meisten chinesischen Grüntees hergestellt wird. Die Oxidation wird durch eine Ofenbefeuerung (in China meist Pfannenröstung) gestoppt. Kamairicha gilt in Japan als Rarität und nur wenige Teefarmer haben sich auf diese besondere Sorte spezialisiert.

Ofen-/Pfannenfeuerung

Es existieren viele unterschiedliche Kamairi-Techniken. Historisch wurden die Kamairis auf einer mit hochwertigem Holz für gleichmäßige, langanhaltende Hitze befeuerten Pfanne bei unterschiedlicher Temperatur von Hand bewegt bzw. gerollt und gefeuert. In Miyazaki und Kumamoto (Aoyanagi-Technik) geschah dies hauptsächlich auf einer flachen Pfanne (Hiragama), auf der auch andere Erzeugnisse geröstet wurden. In Ureshino hingegen wurde der Tee typischwerweise in einer speziellen, etwa 45° geneigten Pfanne gefeuert. Heutzutage sind in Japan hauptsächlich Metallöfen mit Gas- oder elektrischer Befeuerung anzutreffen. Meist wird der Tee in verschiedenen Stufen zunächst relativ kurz bei etwa 300-400°C und anschließend bei ungefähr 100°C befeuert.

Kamairicha und Keramik: eine gemeinsame Herkunft aus China

Die Kamairicha-Technik gelangte ursprünglich mit der Keramiktechnik (Brennöfen) aus China nach Japan. Nach Ureshino brachte dies der Töpfer Hong Lin Min (紅令民) aus China im Jahre 1504. Nach Yame gelangte Kamairi sowie Teesamen aus China bereits im Jahre 1406 zum Reigan Tempel durch den japanischen Mönch Eirin Shyuzui. Seit dieser Zeit ist Kamairicha traditionell in Kyushu verankert. Teefarmen im nördlichen Hochland von Miyazaki sowie in Ureshino geniessen einen Ruf als Japans beste Kamairi-Farmer.

Kamairicha

Der Tee erhält durch die Ofenbefeuerung im Gegensatz zu gedämpften Grüntees ein spezielles, nussiges Aroma mit geringerer Bitterkeit, geringerer Adstringenz, weniger Chlorophyll und Grasgeschmack und süßerem, langem Nachgeschmack. Dieses wird Kamaka (jap.: 釜香) gerufen für Kama (釜, Pfanne / Kessel) und Ka (香, Aroma). Zugleich passt der Kamairicha exzellent zu reichhaltigem und salzigem Essen, wie es insbesondere in Kyushu beliebt ist.

Zubereitung

Zubereitung

3 gut geh. TL, 60°C, 100-300ml, 2 Min. Geeignet für mehrere Aufgüsse.

Alternativ empfehlen wir die klassische Zubereitung von Kamairicha mit 80-90°C bei maximal 30 Sekunden Ziehzeit. So entsteht ein heißer, aber dennoch klarer Aufguss mit angenehm leichten Aroma und kaum Bitterkeit. Es sind mehrere Folgeaufgüsse bei gleicher Wassertemperatur mit einer Ziehzeit von ca. 10 Sekunden möglich.

Verpackung

Verpackt in einen besonders hochwertigen, luftdichten Aromaschutz-Beutel mit Zipper und Standboden. Durch eine 9-fache Beschichtung wird eine äußerst hohe Barrieresicherheit zum maximalen Schutz vor Schadstoffeinflüssen erreicht. Zudem wird jeder Beutel nach den besten Verpackungsstandards in Japan vakuumiert und etwas Stickstoff hinzugegeben, damit der Tee bestmöglichst vor Oxidation geschützt ist.

Empfohlene Teekanne

Dieser pfannengefeuerte Kamairicha kommt am besten in einer schwarzen Tokoname Kyusu mit feinem Keramiksieb zur Geltung. Alternativ ist auch eine Kyusu aus hochwertigem Porzellan geeignet (neutraler im Geschmack).

Empfohlene Teedose

Ideal ist eine hochwertige Teedose aus Kirschbaumrinde (Vollholz, Kabazaiku Chazutsu), alternativ eine günstigere, innen beschichtete, luftdichte Teedose.

Unsere Empfehlungen

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