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Tetsubin
Hinomaru

Suzuki Morihisa

ID
0451
Handgefertigt in der renommierten Gießerei Suzuki Morihisa ist dieser kleine Tetsubin aus Gusseisen ein Höhepunkt traditioneller japanischer Nanbu-Tekki-Kunst. Das klassische Hinomaru-Design (日の丸, „Kreis der Sonne“) mit feinen konzentrischen Rillen stammt vom Lebenden Nationalschatz und Meister der 13. Generation Morihisa.
 
Produkt Tetsubin Wasserkocher
Herkunft Morioka, Iwate, Japan
Studio Suzuki Morihisa
Maße Ø14,5 x 19,5 cm
Volumen 800 ml
Material Gusseisen
Herd-Kompatibilität Geeignet für Kohlen-, Gas-, Elektro- und Induktionsherd
Beschichtung Ohaguro
Markierungen Künstlersiegel unter Ausguss
Verpackung Kartonbox
1.790,90 €

Lieferung : 1–2 Werktage

inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
0451
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Tetsubin Suzuki Morihisa Hinomaru

Suzuki Morihisa 鈴木盛久

Suzuki Morihisa wurde 1625 gegründet und ist eine der ältesten Nanbu Tekki Gießereien in Iwate. Zusammen mit vier anderen Gießermeistern wurde Suzuki der ersten Generation vom herrschenden Nanbu-Clan eingeladen, sich in Morioka niederzulassen, wo er eine wichtige Rolle bei der Begründung der japanischen Gusseisen-Tradition spielte. Das Familienunternehmen wird heute in der 16. Generation geführt und prägt die Geschichte von Nanbu Tekki bis in die Gegenwart. Während der Meister der 13. Generation mit der Auszeichnung als „Immaterielles Kulturgut Japans“ einen Meilenstein setzte, sticht die Meisterin der 15. Generation als erste weibliche Metallgießerin in der Präfektur Iwate hervor. Suzuki Morihisa knüpft mit robusten Eisenarbeiten an das überlieferte Handwerk an und bewahrt dessen Wissen für kommende Generationen.

Tetsubin Suzuki Morihisa Hinomaru

Tetsubin 鉄瓶

Mit ihrem rustikalen Charme wärmen japanische Tetsubin-Wasserkessel das Herz ebenso wie das Teewasser. Dieser traditionelle gusseiserne Kessel ("Tetsu-Bin" 鉄瓶, übersetzt "Eisengefäß") wird zum Aufkochen von Wasser bei Teezeremonien, aber auch im Haushalt und zum Kochen verwendet. Das innen unbeschichtete Eisen mineralisiert das Wasser und macht es weicher, wodurch die Adstringenz von grünem Tees gemildert und der Aufguss reicher und süßer wird. Der Ursprung des Tetsubin ist ungewiss, er ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Weiterentwicklung des Chagama (茶釜), einem großen Teekessel ohne Ausguss und Henkel, der auf einem Kohlenbecken oder einer Feuerstelle erhitzt wird. Da der Tetsubin leichter zu transportieren ist, wird er häufig bei Teezeremonien im Freien anstelle des herkömmlichen Chagama verwendet. Der Tetsubin ist oft mit kunstvollen Reliefs verziert und wird in verschiedenen Formen und Größen angeboten, was ihn zu einem begehrten Sammlerobjekt für Tee-Aficionados macht.

Tetsubin Suzuki Morihisa Hinomaru

Nanbu Tekki 南部鉄器

Die Ursprünge von Nanbu Tekki, auch „Nanbu-Eisenwaren“ genannt, reichen bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück, als der Samurai-Clan der Nanbu geschickte Metallgießer aus ganz Japan einlud, um buddhistische Altäre, Glocken und „Chagama“-Teekannen für das neu errichtete Schloss in Morioka in der Präfektur Iwate anzufertigen.

Obwohl der Name „Nanbu“ mit den Kanji für „südliche Region“ geschrieben wird, herrschte der Clan im Norden Japans – einer Region, die dank reicher Rohstoffvorkommen ideale Bedingungen für die Eisenverarbeitung bot.

Gefertigt aus besonders dichtem und hochwertigem Gusseisen, zeichnen sich Nanbu-Tekki-Werkstücke durch ihre außergewöhnliche Langlebigkeit aus und gelten als Meisterwerke japanischer Metallkunst. Beliebte Erb- und Sammlerstücke sind dabei vor allem die gusseisernen Kessel, auch "Tetsubin" genannt. Im Jahr 1975 wurde Nanbu Tekki als erstes traditionelles Handwerk Japans zertifiziert, weshalb die Bezeichnung seither ausschließlich für Gusseisenarbeiten aus den Städten Morioka und Oshu verwendet werden darf.

Herstellung

Zur Herstellung dieser Tetsubin wird zunächst eine Sandform aufwendig mit gestempelten oder frei ausgearbeiteten Motiven verziert. Anschließend wird die Form bei 800 bis 1000 °C mit Holzkohle gebrannt, sodass sie aushärtet und anschließend mit rund 1500 °C heißem, flüssigem Eisen ausgegossen werden kann. Nach dem Gießen und kurzem Abkühlen wird der Tetsubin aus der Form gelöst und durch behutsames Abklopfen mit einem Hammer auf eine gleichmäßige Wandstärke geprüft. Zum Schutz vor Rost erhält die Oberfläche eine Lackschicht und wird ein weiteres Mal in Holzkohle gebrannt – diesmal bei etwa 900 °C. Dabei entsteht im Inneren eine schützende Oxidschicht, ein Verfahren, das als Kamayaki (釜焼き, „Eisentopfbrand“) bekannt ist und die Nanbu-Tekki-Gusseisenkunst kennzeichnet. Abschließend wird der Tetsubin mit Ohaguro (おはぐろ) behandelt, einer traditionellen, rosthemmenden Lösung aus in Essigsäure und Tee angesetzten Eisenstücken, die der Oberfläche zugleich ihre charakteristische Färbung verleiht.

Gebrauchshinweise

Vor der ersten Verwendung sollte der Tetsubin eingebrannt werden: Dazu wird der Tetsubin zu etwa 80 % mit hartem Wasser (idealerweise mit einer Härte von ca. 300 mg/l, z. B. Evian oder Vittel) befüllt, um ein Überlaufen beim Kochen zu vermeiden. Anschließend wird der Tetsubin ohne Deckel bei mittlerer Hitze auf einem Gas- oder Elektroherd bzw. bei niedriger bis mittlerer Stufe auf einem Induktionsherd etwa 20 Minuten erhitzt. Danach wird der Deckel aufgesetzt, der Kessel mithilfe eines Küchentuchs oder Ofenhandschuhs am Griff gehalten und das kochende Wasser vorsichtig ausgegossen. Der Deckel wird anschließend entfernt und der Tetsubin mit Restwärme auf einem Untersetzer oder einer geschützten Oberfläche getrocknet, dabei darf der leere Tetsubin niemals auf einer heißen Herdplatte stehengelassen werden. Sobald der Korpus abgekühlt ist, wird dieser Vorgang noch zwei weitere Male wiederholt. Durch das Kochen des harten Wassers kristallisieren sich Calcium und Magnesium und bilden eine schützende Kalkschicht im Inneren, die die Entstehung von Rost verhindert. Nach dem Einbrennen wird der Tetsubin zur Wasserzubereitung verwendet, wobei er direkt nach dem Aufkochen vom Herd genommen und das Wasser noch heiß vollständig ausgegossen wird, um Überhitzung zu vermeiden.

Pflege

Kein Wasser, weder heiß noch kalt, für längere Zeit in der Kanne stehen lassen, dies kann zu Rostbildung führen. Nicht Mikrowellen-, Ofen-, Spülmaschine- oder Trocknergeeignet. Im Tetsubin ausschließlich reines Wasser erhitzen, keinen Tee. Nur bis zu 50–80 % befüllen und stets ohne oder mit leicht geöffnetem Deckel erhitzen, um ein Überkochen zu vermeiden. Zum Trocknen immer offen stehen lassen. Das Innere nicht reinigen, damit die natürliche Patina bzw. Kalkschicht erhalten bleibt. Die Außenseite mit einem trockenen Tuch reinigen und Feuchtigkeit sofort entfernen. Regelmäßige Nutzung wird empfohlen; bei Nichtgebrauch an einem gut belüfteten Ort lagern. Trotz hoher Robustheit sollte ein Sturz vermieden werden, da dies zu Rissen führen kann.

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