Als Nachfolger der Kochosa-Keramiktradition wurde Ryumonji-yaki im Jahr 1688 von koreanischen Töpfern in Kagoshima, Japan, als Brennofen-Kooperative gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Ryumonji-Ofen zu einer Töpfervereinigung, die heute von dem zertifizierten Meister für zeitgenössisches Kunsthandwerk Shiro Kawahara sowie seinem Sohn Ryohei und weiteren Familienmitgliedern geführt wird.
Spezialisiert auf die Fertigung traditioneller schwarzer Satsuma-Keramik (Kuromon 黒門) entstehen die handgefertigten Arbeiten aus dunklem vulkanischen Ton, der nur einmal pro Jahrzehnt in den nahegelegenen Bergen gewonnen wird und den Keramiken durch seinen hohen Eisen- und Mineralgehalt ihre tiefschwarze Farbe verleiht. Die Oberflächen werden anschließend meist mit charakteristischen Glasuren wie Sansai („Dreifarben“), Dakatsu („Schlange“) und Samehada („Haifischhaut“) versehen, wodurch die Keramiken an Tiefe und Struktur gewinnen. Ähnlich wie der Ton werden auch die Glasuren aus lokalen Rohstoffen wie Stein, Bimsstein, Lehm und Reisschalen hergestellt, die aus einem Umkreis von 3 km um den Brennofen stammen. 1964 wurde die Sansai-Dreifarben-Glasur für ihre besondere kunsthandwerkliche und kulturelle Bedeutung schließlich auch als immaterielles Kulturgut der Präfektur Kagoshima anerkannt.